Es gibt inzwischen eine unglaubliche Vielfalt verschiedener Breitbandanschlüsse für Privat- und Geschäftskunden. Eine der neuesten und am weitesten fortgeschrittenen Möglichkeiten ist momentan unter dem Namen VDSL verfügbar. VDSL setzt, wie der Name vermuten lässt, auf die bekannte DSL-Technologie, kann aber gleichzeitig einen deutlich erhöhten Down- und Upload bereitstellen.
Wie schnell ist VDSL und für wen ist es geeignet?
VDSL ist in Deutschland momentan ausschließlich in Ballungsgebieten verfügbar. Es gibt zwar auch vereinzelt kleinere und mittelgroße Städte, die über ein mehr oder weniger gut ausgebautes VDSL-Netz verfügen, die Regel ist dies allerdings noch nicht. Die Geschwindigkeiten beginnen bei 25 Megabit pro Sekunde und enden bei etwa 50 Megabit pro Sekunde. Die Uploadgeschwindigkeit ist zurzeit bei T-Online, dem größten Anbieter von VDSL in Deutschland, auf fünf Megabit pro Sekunde begrenzt.
Die sehr hohen Downloadgeschwindigkeiten sorgen dafür, dass VDSL insbesondere für zwei Gruppen geeignet ist. Einmal für den sogenannten Power-User, der jeden Tag enorme Datenmengen aus dem Internet herunterlädt und im Optimalfall nebenbei Videostreams anschaut, vielleicht Internetradio hört, Online-Spiele spielt und sich dabei mit seinen Freunden über Skype & Co. Unterhält.
Die andere Zielgruppe sind größere Familien, die sich den VDSL-Anschluss untereinander teilen möchten. Herkömmliche DSL-Anschlüsse bieten möglicherweise nicht genug Downstream, um alle Mitglieder ausreichend zu versorgen. Mit der hohen Geschwindigkeit von VDSL sollte sich dieser Missstand beheben lassen.
Für die Zukunft ist zumindest seitens der Telekom ein Ausbau des VDSL-Netzes geplant, um auch kleinere Städte anschließen zu können. Momentan hält sich der Kundenandrang übrigens noch in Grenzen, was insbesondere daran liegt, dass der Durchschnittsnutzer noch keinen Verwendungszweck für die hohe Geschwindigkeit von VDSL hat.